MEiST HEiTER & SONNiG

22jährige Studentin aus München startet hier den Versuch, einigen ihrer Gedanken Raum zu geben, obschon das wie eine additive Mischung aus etwas Grün hinter den Ohren und aus Blausein klingen mag. Die Farbpsychologie nennt das übrigens Cyan.
Who I Follow

The Aftermath von Kashmir. Breathtaking.

Unserer Sehnsucht lange Karawane

Findet nie die Oase der Schatten und Nymphen!

Liebe versengt uns, Vögle des Schmerzes

Fressen immerzu unser Herz aus.

Ach wir wissen von kühlen Wassern und Winden:

Überall könnte Elysium sein!

Aber wir wandern, wir wandern immer in Sehnsucht!

Irgendwo springt ein Mensch aus dem Fenster,

Einen Stern zu haschen, und stirbt dafür,

Irgendeiner sucht im Panoptikum

Seinen wächsernen Traum und liebt ihn -

Aber ein Feuerland brennt uns allen im lechzenden Herzen,

Ach flössen Nil und Niagara

Über uns hin, wir schrien nur durstiger auf!

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Arnold Böcklin (1827-1901): Im Spiel der Wellen (1883). Bild via Neue Pinakothek München.

Show Me von Team Me. Macht Spaß! Die Norweger sind grad übrigens auf Tour und Spielen auch ein paar mal in Deutschland. Und wer möchte denn nicht To The Treetops!? So nennt die Band ihr erstes Album.

Zu Weathervanes and Chemicals kann man auch Spielen: hier.

Eine Epoche ist kein Tortenstück, sondern eben eine Baumaßnahme […].

Hugo Aust: Realismus. Stuttgart, Weimar 2006.

Manchmal mag es etwas seltsam anmuten, wenn man ein “Lehrbuch Germanistik” öffnet. Dieser Vergleich hier: Ja, stimmt. Geschichte ist kein Kuchen, Epochen keine Tortenstückchen, die Studierende schon gar nicht serviert bekommen und demgemäß ist das Studium auch kein Kaffeekränzchen. Aha. Dabei gibt es Kaffee doch wo das Auge hinreicht…

Quelle: Heinisch, Klaus J.: Der Wassermensch. Entwicklungsgeschichte eines Sagenmotivs. Stuttgart 1981, S. 5.

Hier bin ich von Kid Kopphausen, die am Dienstag ein tolles Konzert in München ablieferten. Lieblingszeilen aus Das Leichteste der Welt: “Denn jeder Tag ist ein Geschenk, er ist nur scheiße verpackt und man fummelt am Geschenkpapier ‘rum und kriegt es nur mühsam wieder ab.” - Richtig gleichnisartig!

Möwen sah um einen Felsen kreisen
Ich in unermüdlich gleichen Gleisen,
Auf gespannter Schwinge schweben bleibend,
Eine schimmernd weiße Bahn beschreibend,
Und zugleich im grünen Meeresspiegel
Sah ich um dieselben Felsenspitzen
Eine helle Jagd gestreckter Flügel
Unermüdlich durch die Tiefe blitzen.
Und der Spiegel hatte solche Klarheit,
Daß sich anders nicht die Flügel hoben
Tief im Meer, als hoch in Lüften oben,
Daß sich völlig glichen Trug und Wahrheit.

Allgemach beschlich es mich wie Grauen,
Schein und Wesen so verwandt zu schauen,
Und ich fragte mich, am Strand verharrend,
Ins gespenstische Geflatter starrend:
Und du selber? Bist du echt beflügelt?
Oder nur gemalt und abgespiegelt?
Gaukelst du im Kreis mit Fabeldingen?
Oder hast du Blut in deinen Schwingen?

Conrad Ferdinand Meyer

Ich will für einen Kreis schreiben, der Wunder bewirken kann. Nur Kinder können beim Lesen Wunder bewirken. Darum brauchen Kinder Bücher.

Schulbibliothek (1958:3) Astrid Lindgren wurde immer mal wieder gefragt, ob sie nicht irgendwann anfangen wolle, ”richtige” Bücher zu schreiben. Via astridlingren.se. Zum 10. Todestag der großen Schriftstellerin Astrid Lindgren.

Mögen Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter, Madita, Mio, Kalle Blomquist und die Brüder Löwenherz noch lange in Wunder bewirken!

Iris Radisch meldete sich am 23. Februar in der Debatte um Christian Krachts Imperium vor allem stellvertretend für Literaturkritiker:

Vielleicht ist es […] wirklich ein ernst zu nehmendes Spiel mit dem Feuer. Vielleicht ist es aber auch nur ein absurdes Spiel mit der Asche eines längst erloschenen Weltenbrandes. Ob hinter den Schleiern der komödiantischen Fiktion ein sinistrer ideologischer Restposten der Vormoderne oder etwas ganz Neues am Horizont aufscheint – darüber zu streiten, sind wir Kritiker da. 

Im Artikel bleibt aber auch nicht unerwähnt, was für den Autor und das Verständnis von Literatur oder Kunst im Allgemeinen zur Folge hat. Die Schriftsteller, die sich an den Spiegel-Chefredakteur wandten (darunter Daniel Kehlmann, Peter Stamm, Monika Maron, Elfriede Jelinek, Kathrin Schmidt und Feridun Zaimoglu), sprechen in ihrem offenen Brief vom

Ende jeder literarischen Phantasie, von Fiktion, Ironie und damit von freier Kunst.

Denn für jeden Germanisten ist seit dem ersten Semester im Grunde klar:

Verboten ist […], den Autor eines Romans für seinen Erzähler haftbar zu machen.

Hier geht’s zum Artikel, nicht aber, ohne folgende Begriffserklärungen:

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